14 Millionen deutsche Rentner leben in Armut - muss das so bleiben?
       
GRUNDRENTE-1300 EURO

Die Webseite der Initiative „Grundrente 1.300 für alle“

1300 Euro Rente für jede Bürgerin und jeden Bürger, der seit mindestens 10 Jahren in Deutschland wohnt. Rente, ohne dafür Beiträge zu bezahlen. Wirklich für jeden, egal, wie lange er gearbeitet hat und wie viel oder wie wenig oder sogar gar kein Einkommen hatte, ob sie/er lohnabhängig gearbeitet hat oder selbständig war, Künstler oder Wissenschaftler oder ob sie/er nicht arbeiten konnte egal aus welchen Gründen auch immer, in welchem Bundesland sie/er wohnt, ob er selbständig war oder lange ohne Arbeit. Gleich für Frauen und Männer. Schluss mit der Altersarmut!
Schluß mit der Altersarmut!
(Bernd Irmler, 31.08.2011) -
In Deutschland gibt es 20 Millionen Rentner. Der statistisch durchschnittliche Auszahlbetrag der Deutschen Rentenversicherung betrug im Jahre 2010 genau 698.- Euro. Das heißt: 10 Millionen Rentner, das ist die Hälfte aller Rentner in Deutschland erhalten monatlich weniger als 698.- Euro an Rente ausbezahlt. Das ist das niedrigste Rentenniveau aller westeuropäischen Länder !
Aber es ist daraus ersichtlich, dass die Mehrzahl der Betroffenen ja noch viel weniger Rente erhält.

Armutsrenten von 120.- Euro oder 210.- Euro gibt es massenweise! Besonders Frauen sind oft Empfänger von allerniedrigsten Renten.

Die Gründe dafür mögen völlig unterschiedlich sein. Unterbrochene Karrieren, Krankenzeiten, Arbeitslosigkeit, Kinder und Haushalt, 2 Millionen Selbständige hatten zu wenig verdient, um Beiträge für die Rentenversicherung zu bezahlen, die Gründe sind vielschichtig, das Ergebnis sind viel zu geringe Renten, von denen man nicht leben kann.

Rentner, die so niedrige Renten bekommen, stehen zu tausenden vor den Suppenküchen und den "Tafeln" an, wo es sie gibt. Auf dem Land gibt es sie gar nicht. Da haben Millionen Rentner Probleme, das Geld für Lebensmittel oder für Zuzahlungen auf Medikamente aufzubringen. Tausende Rentner haben zu Hause Rezepte vom Arzt liegen, können aber die dringend benötigten Medikamente nicht von der Apotheke abholen, weil das Geld für die Zuzahlung fehlt. Auch sind hunderttausende Rentner nicht krankenversichert, weil sie das Geld für die Krankenkasse nicht haben.

Die so genannte "Grundsicherung", von den Politikern immer als Allerheilmittel angepriesen, erweist sich als faules Ei, weil Millionen Betroffene von den Grundsicherungsämtern (ehemals Sozialämtern) aus vielerlei Gründen trotzdem nichts bekommen. Zudem ist es unmenschlich und völlig unsozial, wenn Millionen Menschen Rentner zu Ämtern gehen und um Geld betteln müssen, damit sie genug zum Essen kaufen können. Das ist auch der Grund, warum eine sehr hohe Zahl von RentnerInnen erst gar nicht zum Grundsicherungsamt gehen.


„DIE LINKE fordert: Gute Arbeit – gute Löhne – gute Rente und Mindestlöhne – Mindestsicherung – Mindestrente. Die Ursachen für die drohende Altersmut liegen ja klar auf der Hand: Prekäre Beschäftigungsverhältnisse, eine unzureichende Absicherung von Langzeiterwerbslosen in der Rentenversicherung, ungerechte Kürzungen in der Erwerbsminderungsrente, das bereits unter Rot-Grün abgesenkte Rentenniveau und nicht zuletzt die Rente erst ab 67. Das Ziel ist klar: Jede Rentnerin und jeder Rentner soll über mindestens 900 Euro Rente verfügen.“

Wie viele Rentnerinnen und Rentner müssen ihre karge Rente mit Arbeit aufbessern? Matthias W. Birkwald, rentenpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE hat deshalb die Bundesregierung gefragt, wie viele Rentnerinnen und Rentner einem Mini-Job nachgehen. Die Antworten sind bedrückend. In den vergangenen zehn Jahren ist die Zahl der minijobbenden Rentnerinnen und Rentner um 53 Prozent gestiegen. Werden auch diejenigen mitgezählt, die eine andere Erwerbstätigkeit mit einem Mini-Job kombinieren, sind es sogar 59 Prozent mehr minijobbende Alte.

„Ruhestand war gestern, malochen bis zum Tode heißt heute das Schicksal von immer mehr Rentnerinnen und Rentnern. Das ist die erschreckende Folge einer vollkommen verfehlten Arbeitsmarkt- und Rentenpolitik. Was Rot-Grün mit den Hartz- und Rentenreformen losgetreten hat, will Schwarz-Gelb heute ganz offenbar nicht ändern. Das ist ein gesellschaftspolitischer Skandal. Diese Verarmungspolitik muss sofort beendet werden! Die Rente muss wieder den Lebensstandard sichern und zuverlässig vor Armut schützen. Deswegen müssen die Kürzungsfaktoren gestrichen und die Rente erst ab 67 zurückgenommen werden. Keine Rentnerin und kein Rentner soll von weniger als 900 Euro leben müssen.

DIE LINKE fordert zu recht einen gesetzlichen, allgemeinverbindlichen Mindestlohn von 10.- Euro/Std. - das ist auf 38,5 - Std.- Basis umgerechnet, ein Monatslohn von 1.540 Euro brutto. Warum mutet DIE LINKE dann Rentnern zu, weiterhin unter der Armutsgrenze leben zu müssen? Denn 900 Euro, das ist nicht viel  mehr als ein Harz IV- Empfänger erhält, angesichts der ständigen Teuerung für alle zum leben notwendigen Dinge, immer noch zu wenig. Finanziert werden sollen die Mindestrenten durch eine 8%ige Beitragserhöhung je zur Hälfte durch Arbeitnehmer und Arbeitgeber und durch Einbeziehung aller Beschäftigten in die Beitragszahlung. Betroffen sind dabei auch Geringverdiener, sie müssten höhere Beitrage bezahlen, obwohl ihre Löhne im allgemeinen so niedrig sind, dass sie ohnehin kaum davon leben können.

Dass Arbeitgeber die Hälfte der Beiträge "solidarisch" bezahlen, ist ein Ammenmärchen. Das ist eine Lüge, die schon zu Bismarcks Zeiten von SPD und Gewerkschaften aufgetischt wurde, um die Arbeiter zu besänftigen. In Wahrheit zahlen Arbeitgeber einen einzigen Arbeitnehmer-Bruttolohn, von dem alle Abgaben geleistet werden. Jede Kürzung der Lohnnebenkosten ist daher eine direkte Lohnkürzung.
Wenn nun höhere Beiträge für Rente gefordert werden, ohne gleichzeitig entsprechende Lohnerhöhung, ist das natürlich dann auch eine Lohnkürzung.

Bei weniger als 10 Euro Stundenlohn kommt Altersarmut. Die Bundesregierung musste jetzt einräumen, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer einen Stundenlohn von mehr als zehn Euro brauchen, um im Alter nicht unter die Armutsgrenze zu geraten. Auf eine entsprechende Frage von Klaus Ernst bestätigte das Arbeitsministerium, dass knapp 29 Entgeltpunkte nötig seien, um eine Rente in Höhe der Grundsicherung im Alter von 684 Euro monatlich zu erhalten. "Um dies bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von 38,5 Stunden über 45 Jahre versicherungspflichtiger Beschäftigung hinweg zu erreichen, wäre rechnerisch ein Stundenlohn von rund zehn Euro erforderlich", schreibt der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel in seiner Antwort (PDF). Eine zusätzliche Altersvorsorge sei hierbei aber nicht berücksichtigt. So könne beispielsweise mit einem Riester-Vertrag eine "deutlich höhere Gesamtversorgung" erzielt werden.

Es ist jedoch äußerst fraglich, ob jemand mit einem Nettolohn von nicht einmal 1200 Euro die dafür notwendige Zahlung von fast 50 Euro für die Riester-Rente erübrigen könne. Beim gegenwärtigen Lohnniveau erhält nach Angaben von Klaus Ernst inzwischen jeder fünfte Vollzeitbeschäftigte im Alter nicht mehr als 684 Euro monatlich und kommt damit in Altersarmut. Nach meinen Recherchen und nach Angaben des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden (www.destatis.de) erhält bereits jetzt jeder zweite von den insgesamt ca. 20 Millionen gesetzlich versicherten Rentnern weniger als 700 Euro Rente.

Es geht aber noch um mehr: Wenn für die Rente keine Beiträge mehr vom Lohn bzw. Einkommen gezahlt werden müssen, bleibt natürlich mehr Netto. Und das bedeutet für Millionen Menschen die Möglichkeit, über mehr Geld zu verfügen. Erfahrungsgemäß wird dadurch in erster Linie der Binnenkonsum gestärkt.
Was der deutsche Binnenmarkt auch dringend braucht. Deutschland ist zwar Weltmeister im Export, aber im Inland geht es vielen kleinen Geschäftsleuten, Handwerkern und Gastwirten gar nicht gut. Immer mehr Selbständige haben große Existenzsorgen. Wenn der Umsatz sinkt, kann weniger Personal beschäftigt werden, werde oft auch die Löhne gedrückt. Wenn mehr konsumiert und umgesetzt wird, stellen die Firmen wieder mehr Personal ein und können auch höhere Löhne bezahlen.

Wenn viele Millionen Rentner über mehr Rente verfügen, wird der Binnenkonsum in Deutschland um riesige Beträge steigen. Nicht nur die Altersarmut wird damit beseitigt, sondern auch große Probleme wegen Arbeitslosigkeit und niedrigen Löhnen sind dann nicht mehr so drückend wie zur Zeit.

Wichtig aber ist, dass Menschen keine Angst vor Armut im Alter haben müssen. Dafür sollten wir alles tun, was möglich ist. Denn jede/r wird einmal alt, wenn das Schicksal es so will.

 
GASTKOMMENTAR: ALG II und Minirenten sofort erhöhen!
Die SPD - aus Prinzip sozial verantwortungslos
Von Peter Grottian und Benedict Ugarte Chacón*

Die SPD spielt in diesem Vorwahlkampf die wiedererwachte große soziale Gerechtigkeitspartei, die Interessen von Hartz IV-Empfängern, prekär Beschäftigten, Kindern und armen Rentnern werden von ihr jedoch in der Realität stiefeltreterisch behandelt. Die SPD ist exemplarischer Ausdruck der systematischen Missachtung von Menschen in existentiell prekären Lebensverhältnissen – von CDU/CSU und FDP nicht zu reden. Insbesondere zeigt sich dieser Umstand darin, dass die SPD die Überprüfung einer Erhöhung der ALG II-Regelsätze mehrfach schon für November 2007 versprochen hat. Dieses Versprechen wurde bis heute nicht eingelöst. Schlimmer noch: Das Arbeitsministerium hat zwar die Regelsätze überprüft und sich nach uns bekannten internen Unterlagen auf das Anpassungsmodell des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes (von 347 Euro auf 420 Euro) zu bewegt. Das Bundeskabinett hat diesen Vorstoß im Dezember 2007 aber gestoppt und die Erhöhungsdebatte, ohne die Öffentlichkeit zu informieren, vorerst für beendet erklärt.

Ausschlaggebend soll nach unseren Recherchen die Finanzierungsfrage gewesen sein. Der Bericht an das Kabinett enthält nur eine lapidare Aufzählung von alternativen Berechnungsmodi, ohne jede abwägende, sachgerechte, geschweige denn wissenschaftlich fundierte Argumentation.

Angesichts der Tatsache, dass sich die dramatische Verarmung der sozial Diskriminierten seit Bildung der Großen Koalition von 2005 bis 2008 unter anderem durch Nicht-Erhöhung der Regelsätze, durch Mehrwertsteuererhöhung, Lebensmittel- und Energiekostensteigerungen um 10 bis 13 Prozent erhöht hat, fordern wir eine Sofort-Erhöhung für die ALG II-Bezieher und einkommens- schwachen Rentner von 10 Prozent.

Diese sofortige Erhöhung sollte jedoch nur der erste Schritt hin zu einer menschenwürdigen Grundsicherung von mindestens 500 Euro sein. Mit dieser Maßnahme einhergehen sollte die Abschaffung der repressiven Passagen der Hartz IV-Gesetzgebung: 270 Millionen Euro für Schnüffeldienste auszugeben, stehen für einen Überwachungsstaat – einer Demokratie sind sie unwürdig.
Eine 10-prozentige Sofort-Erhöhung würde im Bereich des ALG II nur ca. zwei Milliarden Euro kosten. Diese wären aus den Überschüssen der Bundesagentur für Arbeit und dem Bundesnachtragshaushalt 2008 sehr wohl zu finanzieren.

Wie ernst es die Große Koalition mit der Überprüfung der Regelsätze in Zukunft nehmen will, zeigt sich an der geplanten Expertenanhörung zu den Regelsätzen am 16. Juni im Bundestagsausschuss für Arbeit. Nur eine Stunde ist für die Klärung dieses hoch komplizierten Problems vorgesehen.
Nur die Oppositionsfraktionen haben Gutachter benannt – SPD und CDU befinden es nicht für nötig, sich zur Überprüfung und Erhöhung der Regelsätze gutachterlich beraten zu lassen. Deutlicher kann man kaum zeigen, dass den Koalitionsfraktionen die Armutspolitik gleichgültig ist.

* Prof. Dr. Peter Grottian und Dipl.-Pol. Benedict Ugarte Chacón arbeiten als Politikwissenschaftler am Otto-Suhr-Institut in Berlin

In drei Jahren verdoppelt
Immer mehr in Altersarmut

Immer mehr ältere Menschen rutschen nach Informationen des "Tagesspiegels" in die Altersarmut ab und sind auf Hartz IV angewiesen. Seit der Einführung des Arbeitslosengeldes II 2005 sei die Zahl der älteren Hilfebedürftigen bis Ende 2007 um mehr als 22 Prozent und damit fast doppelt so stark gestiegen wie bei den anderen Altersgruppen, schreibt die Zeitung unter Bezug auf eine aktuelle Studie des Deutschen Gewerkschaftsbundes. "Das ist ein bedrückendes Ergebnis, vor allem vor dem Hintergrund des demografischen Wandels", sagte Wilhelm Adamy, vom DGB-Bundesvorstand.
 
Zwar hätten sich im vergangenen Jahr immer weniger der 50- bis 64-Jährigen arbeitslos gemeldet, die Arbeitslosenstatistik sei für sich allein aber nicht aussagefähig, sagte Adamy. Betrachte man die Entwicklung der Zahlen der Hartz-IV-Empfänger, ergebe sich ein anderes Bild: Von November 2006 bis November 2007 sank demnach deren Zahl wegen des Aufschwungs um 3,8 Prozent auf rund 5,1 Millionen. In der Gruppe der 50- bis 64-Jährigen stieg sie im selben Zeitraum aber um 3,3 Prozent auf gut 1,2 Millionen. "Das Verarmungsrisiko der Älteren steigt deutlich", sagte Adamy. Heute sei jeder elfte Erwerbsfähige zwischen 15 und 64 Jahren auf diese staatliche Fürsorge angewiesen.
 

Grundrente: ja oder nein?  Fragen und Antworten

Grundrente 1.300 Euro für jede/n

Das Grundrente 1300 Euro Forum
 

Rechenbeispiele: Altes und neues Rentensystem, Was ändert sich?
Monatliches Einkommen 1.500 Euro
Monatliches Einkommen 2.500 Euro
Monatliches Einkommen 6.000 Euro


Statistik: Lohn- und Einkommensteuer 2004 (Statistisches Bundesamt Wiesbaden)
Grundrente - Betriebsrente - Privatzusatzrente
So kann die 1300 Euro - Grundrente finanziert werden!

Glückliche Bürger in Dänemark
Wenig Rente für die Deutschen
Vergleich der Rentenhöhe in verschiedenen Ländern
 
Leserbriefe
Klaus Ernst gegen Grundrente
Impressum


Bürger wollen Rüttgers-Rente


Der Vorschlag des nordrhein-westfälischen CDU-Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers, die Renten für Geringverdiener anzuheben, fand in der Bevölkerung hohe Zustimmung.
Laut Forsa-Umfrage für den "Stern" unterstützen 89 Prozent der Bürger den Vorstoß, und zwar quer durch alle politischen Lager und Altersgruppen.
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Pressemitteilung von Oskar Lafontaine, Volker Schneider

Rüttgers Schaumschlägerei hilft nichts – Rentenformel wieder herstellen

"Diejenigen, die jetzt Vorschläge machen, um Altersarmut zu verhindern, haben für die Zerstörung der Rentenformel gesorgt", kritisiert der Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE, Oskar Lafontaine, das Agieren des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten und die Kakophonie in der SPD in der Renten-Frage. "Der Skandal ist, dass Geringverdienerinnen und Geringverdiener in Deutschland bei 1.000 Euro Bruttoeinkommen nach 45 Versicherungsjahren nur 400 Euro Rente zu erwarten haben, die Rentnerinnen und Rentner in den anderen Industrieländern aber 730 Euro."

Oskar Lafontaine weiter: "In einem ersten Schritt müssen die Renten wieder den Löhnen folgen. Dazu muss die Rentenformel wieder die Sicherung des Lebensstandards gewährleisten und Armut verhindern. Dann müssen die Löhne endlich wieder real steigen, damit Beschäftigte und Rentnerinnen und Rentner wirklich am Aufschwung teilhaben können."

Volker Schneider, rentenpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE ergänzt: "Die Diskussion in der Großen Koalition verwirrt die Rentnerinnen und Rentner. Rüttgers und Co. machen durchsichtige Milchmädchenrechnungen auf, ohne ernsthaft und wirkungsvoll der millionenfach drohenden Altersarmut entgegenzutreten. Wer das will, muss alle Riester- und Nachhaltigkeitsfaktoren beerdigen, mit denen der Rentenanstieg von den Löhnen abgekoppelt wurde. Doch davon ist weder bei der Union noch bei der SPD etwas zu hören. In der Perspektive schließlich führt für eine sichere und armutsfeste Rente an einer Bürgerversicherung kein Weg vorbei."

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Das will Klaus Ernst, stellvertretender Vorsitzender der Partei DIE LINKE:

DIE LINKE will, dass die Rente wieder den Lebensstandard ohne gravierende Abstriche sichert. Um vermehrter Altersarmut vorzubeugen, muss das stete Absinken der gesetzlichen Nettorenten, das mit der rot-grünen Rentenreform eingeleitet wurde, rückgängig gemacht werden. Hier liegt der Hauptgrund, warum trotz jahrelanger Beitragsleistung immer mehr Menschen im Alter auf Grundsicherung angewiesen sind. DIE LINKE fordert die Rücknahme aller Kürzungsfaktoren, die dazu führen, dass das Rentenniveau in den nächsten Jahren dramatisch sinkt. Wir wollen in die Richtung einer Erwerbstätigenversicherung gehen, in der alle Erwerbseinkommen berücksichtigt werden. Das bedeutet, dass alle, die Erwerbseinkommen beziehen, in einer Versicherung sind. Das betrifft dann die Abgeordneten des Deutschen Bundestages ebenso wie auch alle anderen Erwerbstätigen wie Beamte oder auch Selbständige.
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Wir können aber nicht warten bis zum Sankt Nimmerleinstag.
Armutsrentner brauchen höhere Renten – sofort!

Was Oskar Lafontaine, Klaus Ernst und Volker Schneider sagen, ist in vielen Punkten vollkommen richtig. Nur vergessen sie eines: Wenn Ihre Forderungen umgesetzt werden, dauert es noch viele Jahre, bis Rentner in Deutschland davon profitieren.

Das nützt der Rentnerin, die jetzt nur 200 Euro Rente bekommt, und den Millionen Rentnern, die jetzt so niedrige Renten bekommen, dass sie kaum davon leben können, gar nichts. Bis durch die Forderungen, wenn sie umgesetzt wurden, höhere Renten bezahlt werden, dahin sind die jetzt betroffenen Renterinnen wahrscheinlich schon tot.

Um die Forderungen Oskar Lafontaines verwirklichen zu können, brauchen wir in den Parlamenten eine Mehrheit.

Die brauchen wir sehr bald, denn sonst bleibt alles bei den Hunger-Renten, die uns die Parteien des Sozialabbaus CDU/CSU, SPD und Grüne beschert haben.

Um in den Parlamenten eine Mehrheit zu bekommen,  muss DIE LINKE. die Altersarmut der Rentner von heute ernst nehmen und für sofortige Besserung sorgen.
Wenn 89% der Deutschen Rüttger’s Forderung nach Anhebung der Renten für Geringverdiener unterstützen, dann sollte das ein Alarmzeichen sein für unsere Partei: Wir sollten ganz dringend die Einführung einer Grund- bzw. Mindestrente eintreten, die über der Grundsicherung liegt.

Wir fordern einen gesetzlichen Mindestlohn von 10.- Euro Std. Das sind bei der 40-Std.- Woche monatlich 1.600.- Euro

Lasst uns deshalb eine
Grundrente für jede Bürgerin und für jeden Bürger von 1.300.- Euro monatlich
verlangen.


Die Finanzierung dieser Grundrente ist nur über Steuerfinanzierung möglich. Jetzt zahlen Arbeitnehmer 19,9% vom Lohn als Rentenbeitrag. Noch höhere Lohnabzüge wären ohne entsprechende Lohnerhöhungen eine Verschlechterung der Arbeitnehmereinkommen. Die grosse Mehrheit der berufstätigen
Deutschen wird eine weitere Verschlechterung ihrer Einkommensverhältnisse nicht hinnehmen.
Das Ergebnis wäre eine weitere Verweigerung vieler Menschen, an Wahlen teilzunehmen.
DIE LINKE. würde kaum mehr Stimmen bekommen.

Arbeitnehmer müssen für die Grundrente ab sofort keine Beiträge mehr vom Lohn bezahlen –
das bewirkt dann eine höhere Nettolohnauszahlung bis zu 20% mehr.

Unter Berücksichtigung einer Steuerfreigrenze für geringe Einkommen und für Familien wird zugleich das Steuersystem geändert. Hohe Einkommen werden höher besteuert, aber alle Steuerzahler zahlen dann auch für die Renten.
Das bewirkt, dass im Alter jeder eine Grundrente erhält. Es gibt nicht mehr wie jetzt, über 2 Millionen alte Menschen, die überhaupt keine Rente bekommen.
Die jetzige Umlagen-Rente sollte beibehalten werden, als Zusatzrente für alle, die arbeiten in abgespeckter Form mit wesentlich niedrigeren Beiträgen.
Das wäre nicht nur gerecht, sondern sehr sozial.

(Wer näheres wissen will, bitte anfragen)

(Wer mitarbeiten will, in der Initiative „Grundrente 1.300 für alle“, bitte anmelden)

Die Zustimmung des überwiegenden Teiles der Deutschen wäre uns sicher.
Wir könnten Wahlen gewinnen und Mehrheiten bekommen.
Und wir könnten dann unsere Wünsche in den Parlamenten für eine gerechte und soziale Politik
auch verwirklichen.

Mit solidarischen Grüssen,

Bernd Irmler

Initiative „Grundrente 1.300 für alle“
(Initiative von Mitgliedern der Partei DIE LINKE.)

Am Predigtstuhl 4
94379 Sankt Englmar
Tel +49 (0)9965 8010245
Email: grundrente@arfo.de

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